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Regrowing – das Nachwachsenlassen von Obst- und Gemüseresten

Das Thema Regrowing wird langsam aber sicher wieder aktuell. Früher war es gang und gebe, dass man „Pflanzenreste“ von Obst und Gemüse nachwachsen lässt, doch über die Jahre ist es in Vergessenheit geraten. Dabei ist es nicht nur nachhaltig die Reste zu recyceln und nicht in den Müll zu schmeißen. Es macht auch noch Spaß zuzusehen wie aus einem übrig gebliebenen Strunk oder einem Stück Knolle eine ganz neue Pflanze wächst, von der oder die man selbst nochmals ernten kann. Das funktioniert auf der Fensterbank sehr leicht und Bedarf keinen großen Aufwand! 

Hinter Regrowing verbirgt sich das Prinzip, dass viele Hobbygärtner unter der Stecklingsvermehrung kennen oder auch unter dem Begriff vegetative Vermehrung. Grundsätzlich funktioniert das immer sehr ähnlich, es gibt jedoch Obst- und Gemüsesorten, die sich für den Start besser eignen, weil die Erfolgschancen für ein gutes Ergebnis deutlich höher sind. Wie wäre es also mit Frühlingszwiebel oder Lauch für den Einstieg?

Das Prinzip:

  • Das untere Ende der Frühlingszwiebel/Lauch, etwa 5 cm ober der Wurzel abschneiden.
  • Die Wurzelstücke ein paar Tage im Wasserbad lassen. Dabei nicht vergessen das Wasser regelmäßig zu wechseln, sonst kann es ziemlich schnell zur Geruchsbelästigung kommen. 😉
  • Danach kann die Frühlingszwiebelstücke/Lauchstück in die Erde gepflanzt werden. Dafür eignet sich idealerweise Anzuchterde.
  • Relativ rasch treiben die Wurzelstücke weiter aus und sind nach wenigen Wochen schon bereit für die Ernte.

Zu beachten ist, dass jede Pflanze ihre eigenen Bedürfnisse hat und daher gibt es auch keinen universellen Standort, welcher sich für alle Sorten eignet. Trotzdem gibt es ein paar grundsätzliche Grundregeln.

Vor allem zu Beginn des Regrowings, wenn die Wurzeln ausgebildet werden, ist Licht ein ganz wichtiger Faktor, ebenso wie Wärme. Daher eigenen sich helle Plätze wie Fensterbänke sehr gut. Nach einigen Tagen können die Stecklinge eingesetzt werden, dafür eignet sich am Anfang Anzuchterde sehr gut. Sie ist wasserdurchlässig und nährstoffarm, dies fördert die Wurzelbildung.

Zum Starten funktioniert das Regrowing auch mit:

  • Meerrettich
  • Romana-Salat
  • Chinakohl
  • Karotten
  • Topinambur
  • Rote Rübe
  • Knoblauch
  • Zwiebel
  • Stangensellerie
  • Pilze
  • Zitronengras
  • Kräuter

Sobald man etwas Erfahrung gesammelt hat ist es möglich auch folgende Sorten zu Regrowen:

  • Pak Choi
  • Süßkartoffel
  • Galgant
  • Ingwer
  • Kurkuma
  • Ananas

Bei diesen Sorten ist nicht nur das Nachwachsenlassen etwas komplizierter, man braucht auch wesentlich mehr Geduld. Bei einer Ananas zum Beispiel kann es schon ein paar Jahre dauern bis man eine erfolgreiche Ernte abschließen kann. 😉

Grundsätzlich macht es also durchaus Sinn, gewisse Obst- und Gemüsereste nicht wegzuwerfen, sondern aufzuheben und neue Pflanzen zu ziehen. Man braucht dafür keine besonderen Kenntnisse und auch kein spezielles Equipment.

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Posted on 31. März 2019

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4 Comments

  1. Romy Matthias
    5 Monaten ago

    Das habe ich noch nie gehört, klingt mega interessant. Das probiere ich mal aus. LG Romy

    Reply
    1. Sabine
      5 Monaten ago

      Hallo liebe Romy!
      Ist wirklich einfach und ohne viel Aufwand umgesetzt 🙂
      Viel Spaß beim Ausprobieren! Lg Sabine

      Reply
  2. Vegi
    5 Monaten ago

    wow ich muss das auch mal ausprobieren!
    xoxo https://www.wolfiepoli.com/

    Reply
    1. Sabine
      5 Monaten ago

      Hey,
      es macht auch wirklich Spaß zuzuschauen wie schnell es nachwächst 😉 Lg

      Reply

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